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Implantologie

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die durch einen operativen Eingriff fest im Kieferknochen verankert werden. Auf den künstlichen Wurzeln können Kronen oder Brücken durch Schrauben befestigt werden. Bei Verlust eines Zahnes oder mehrerer Zähne ist die Implantatversorgung, in bestimmten Fällen, eine aufwändige, aber für den Patienten komfortable Alternative zu herkömmlichen Brücken oder Prothesen.

Vorteile sind, dass kein gesunder Zahn beschliffen werden muß und es keine störenden Klammern oder unangenehme Gaumenplatten gibt. Man hat ein vollkommen natürliches Zahngefühl.

Beim Implantat-Aufbau unterscheidet man den Implantat-Körper, der in den Knochen eingebracht wird, und die Aufbauteile, mit deren Hilfe Kronen oder Haltestrukturen für Prothesen am Implantat-Körper befestigt werden.

Zahnimplantate werden seit über 40 Jahren eingesetzt. Im Jahr 2005 wurden Patienten mit über 500.000 Implantaten versorgt, Tendenz steigend. Fast alle Implantate bestehen heute aus hochreinem Titan, da es besonders gewebefreundlich ("biokompatibel") ist und mit dem Knochen einen sicheren Verbund bildet ("Osseointegration").

Allergische Reaktionen auf Titan sind nicht bekannt. In Deutschland sind zur Zeit über 70 verschiedene Implantatsysteme für die Zahnheilkunde erhältlich. In den letzten 20 Jahren haben sich besonders zylindrische bzw. schraubenartige Implantatformen bewährt.

Vorteile von Zahn-Implantaten

Neben dem Gewinn von festen Zähnen und dem damit verbundenen sicheren Gefühl gibt es weitere wichtige Vorteile:

- Nachbarzähne bleiben unverletzt: auf jedem Implantat kann ein neuer Zahn befestigt werden. Geht ein Zahn verloren, kann er einfach ersetzt werden. Die Nachbarzähne müssen nicht beschliffen und zur Rekonstruktion mit einbezogen werden. - Knochen erhalten: die Natur ist ein Minimalist. Geht ein Zahn verloren, baut der Körper den nicht mehr benötigten Knochenanteil einfach ab. Auch der Druck einer aufgesetzten Prothese führt zum Abbau des darunter liegenden Knochens („Atrophie“). - Eigene Zähne werden entlastet: die Kaukräfte werden auf mehrere Pfeiler (Zähne und zusätzliche Implantate) verteilt. Dadurch wird eine Überlastung der eigenen Zähne verhindert – sie bleiben Ihnen dadurch länger erhalten. hohe prothetische Wertigkeit: Sie ersetzen verlorengegangene Zähne und können auch einen festen Prothesenhalt ermöglichen. Sie sind in ihrer Konstruktion vielfältig kombinierbar. Sichere Behandlungsmethode: Über 98% aller Implantate wachsen fest im Knochen ein, gemäß einer Stellungnahme der deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK). Nach Aussagen von aktuellen Statistiken sind nach 10 Jahren Tragezeit noch durchschnittlich 90% des Zahnersatzes auf Implantaten noch funktionstüchtig.